Die schönsten Momente des Lebens
- Vortrag am 30.05.2016, 10:00 Uhr, Treffpunkt 50plus, Rotebühlplatz Stuttgart

Lebenserinnerungen entdecken und weitergeben

Menschen, denen es vergönnt ist, alt zu werden, haben viel Vergangenheit und wenig Zukunft. Diese Tatsache kann uns sentimental oder pragmatisch stimmen. Sentimentalen Stimmungen sollten wir Raum geben, solange sie wohltuend sind. Pragmatismus ist geboten, da er vitalisierend und revitalisierend wirkt.

Am 30. Mai halte ich im „Treffpunkt 50plus“ in Stuttgart einen Vortrag zum Thema „Die schönsten Momente des Lebens wiederentdecken und neu genießen“. Bei dieser Gelegenheit darf ich zu und mit Menschen sprechen, von denen vermutlich jeder einzelne über Lebenserfahrung verfügt, die die meine (zumindest zeitlich um mehrere Jahrzehnte) übersteigt. Ich freue mich auf den Termin, zu dem natürlich jeder herzlich eingeladen ist, der sich für das Thema Lebenserinnerungen und Lebensrückschau interessiert. - Lesen Sie weiter und erfahren Sie, worum es im Vortrag unter anderem gehen soll.

Ist es gut, sich zu erinnern?

Als Einstieg in eine Antwort auf diese Frage kann eine Gegenfrage dienen: Was bliebe von uns, wenn wir uns nicht erinnerten? – Im Vortrag liegt der Fokus auf Erinnerungen an positive und helle Stunden, an Augenblicke des Glücks, an Lachen, Gemeinschaft und Erfolge. Ich zeige, dass Erinnern das Lebensgefühl und die Vitalität der Gegenwart bereichert. Dazu spreche ich über den Zusammenhang von Gedächtnis und emotionalem Erleben. Natürlich darf auch über den Umgang mit Erinnerungen an die schweren und schmerzhaften Schläge gesprochen werden, die viele Menschen in schier unerträglicher härte getroffen haben.

Über Erinnerungen reden

Unsere Erinnerungen werden dann für uns interessant, wenn sich jemand für sie interessiert. Wenn wir aufrichtig über unsere persönlichen Erinnerungen, Erfolge und Erkenntnisse, aber auch über Fehler, Umwege oder Leiden sprechen, dann liefern wir uns ein Stück weit unseren Zuhörern aus; dann schenken wir Vertrauen. Das macht uns menschlich; das verbindet uns mit unseren Mitmenschen und hilft ihnen, ihrerseits von sich zu sprechen.

Und dann ist es ja auch so, dass wir uns beim Erzählen selbst zuhören. Wir bringen unsere Geschichte in eine Ordnung und erfahren an den Reaktionen der Zuhörer, ob wir verstanden und wie wir bewertet werden. Das hilft uns dabei, uns selbst besser zu verstehen, Geschehenes neu einzuordnen und Unverarbeitetes mit distanziertem Blick zu klären.

Erinnerungen: Ressource im Alter

In diesem Abschnitt geht es mir im Wesentlichen um zwei Punkte:

  • In Jugend und Lebensmitte wird das Selbstwertgefühl durch Leistung und sinnliche Erfahrungen gestärkt. Wenn im Alter die körperliche Leistungsfähigkeit abnimmt bzw. weniger gefragt wird und gleichzeitig die Sinne weniger scharf als früher sind, braucht das Selbstwertgefühl andere Quellen, um gesund zu bleiben. Jetzt spielen Erinnerungsschätze eine bedeutende Rolle.
  • Es ist ein Grundbedürfnis des Menschen, für andere bedeutsam zu sein. Bedeutsam fühlt man sich, wenn man von anderen positiv und als Vorbild wahrgenommen wird und wenn man etwas zu geben hat. Die Weitergabe von Lebenserinnerungen kann sowohl den, der gibt als auch den, der empfängt bereichern.

Weitergeben, um zu bewahren

Schließlich stelle ich das Diamant-Interview vor. Dabei handelt es sich um ein Angebot, mit dem ich Menschen mit langer Lebenserfahrung dabei helfe, Erinnerungen festzuhalten und an Kinder und Enkel weiterzugeben. - Geben sie „Diamant-Interview“ bei Google ein und Sie werden mehr erfahren.

Veranstaltungsdaten

Titel: Die schönsten Momente des Lebens wiederentdecken und aufs Neue genießen

Art der Veranstaltung: Vortrag und Gespräche

Ort: Treffpunkt 50plus - Rotebühlplatz 28, 70173 Stuttgart

Zeit: 30.05.2016, 10:00 Uhr – 12:00 Uhr

Internet: Link zur Ankündigung des Veranstalters