Walk & Talk

Hier trage ich Gedanken zu Walk & Talk Coaching zusammen, die aus Literatur und Philosophie inspiriert sind.

Gehen steigert die Kreativität

Gehen und Kreativität- Stanford News

Eine Studie im Journal of Experimental Psychology: Learning, Memory, and Cognition weißt den positiven Effekt nach, den Gehen auf kreatives Denken hat. Dabei macht es keinen großen Unterschied, ob in freier Natur oder in geschlossenen Räumen auf einem Laufband gegangen wird.

Der Test zeigt des Weiteren, dass Denkaufgaben, bei denen es um Fokussierungen und Wiedergabe von bereits Bekanntem geht, im Gehen nicht besser als im Sitzen erledigt werden. - Die Ergebnisse stehen in Einklang mit meinen Erfahrungen aus Walk & Talk Coaching und Beratungsgesprächen im Praxisraum.

Coaching sollte Sie wirklich weiterbringen

walk the talk

Im amerikanischen Englisch ist ein Ausdruck gebräuchlich, der einen bedeutenden Teil meines Verständnisses von Coaching vermittelt. Die Rede ist von der Wendung „walk the talk“. – Als ich vor einigen Jahren nach einer einprägsamen Bezeichnung für mein Beratungsangebot in Stuttgart „Coaching im Gehen“ suchte, entschied ich mich nach gründlichem Abwägen für „Walk and Talk“. Erst später entdeckte ich, dass im Englischen die Formulierung „walk the talk“ fest etabliert ist. Ich war erstaunt, dass mir das nicht schon früher aufgefallen war und freute mich gleichzeitig darüber, dass die Bedeutung von „walk the talk“ ausgezeichnet zu meinem Beratungskonzept passte.

Der Mensch ist nicht zum Sitzen gebaut

Stehpult

Wir sitzen zu viel herum. Doch langsam macht sich ein neues Denken und damit eine neue (Körper)Haltung breit. Die negativen physischen und psychischen Folgen des Sitzen können Sie ganz schnell und gerne im Stehen in einem Zeit-Online-Artikel mit dem aufmunternden Titel Wer lange sitzt, ist früher tot nachlesen. Alternativ und falls Ihnen die Zeit für Zeit-Online fehlt, bleiben Sie sitzen und lassen Sie sich die folgende Zusammenfassung auf der Zunge zergehen.

Walk & Talk Coaching mit Goethe

Ary Scheffer Faust in seiner Studierstube 1831

Flieh! Auf! Hinaus ins weite Land! Der dreifache Ausruf in einer Zeile des nächtlichen Faustmonologes sprach mir, als ich den Text zu Teenager-Zeiten las aus der Seele.

Flieh! – Da ist etwas, wogegen anzukämpfen aussichtslos wäre. Nur Ausbruch und Flucht können dich retten.

Auf! – Wach auf! Raff dich auf! Mach dich auf! Nimm dein Leben in die Hand. Fälle deine Entscheidungen und übernimm Verantwortung für deine Schritte.

Hinaus ins weite Land! – Mache von deiner Freiheit Gebrauch. Begib dich in die Natur, wo Luft und Licht im Überfluss vorhanden sind und wo du mit allen Sinnen Bestätigung dafür empfängst, dass du lebst.

Peripatos Inschrift

Denken im Gehen

Die Verbindung von Gehen und Philosophieren hat sich schon seit Jahrtausenden bewährt. Prominentestes Beispiel ist wohl der Peripatos (Griechisch für Spaziergang oder Wandelhalle). Mit diesem Begriff wird die von Aristoteles gegründete Schule bezeichnet, die sich in einer Wandelhalle südlich von Athen befand. Ob die Anhänger dieser Schule, die Peripatetiker, wirklich beim Philosophieren umherwandelten, ist nicht belegt. Die Erfahrung aber, dass es sich in Bewegung und an der frischen Luft wunderbar denken und konstruktiv diskutieren lässt, begünstigte die Bildung und Überlieferung dieser schönen Legende.